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Wirtschaft

Dossier: Boni und Managerlöhne

Publiziert 12. November 2009, 9:03 Uhr, Aktualisiert 21. September 2012, 11:01 Uhr

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in der Schweiz immer grösser. Während Normalverdiener kaum auf Lohnerhöhungen hoffen können, streichen Manager und Banker immer dickere Gehälter ein. Selbst während Krisenzeiten klingelten die Kassen der Grossverdiener heftig weiter. weiterlesen

Belohnung trotz Milliarden-Verlusten
Trotz Milliarden-Unterstützung durch die Steuerzahler infolge der Banken-Krise schüttete die UBS weiter Boni in Milliardenhöhe aus. Die Volksseele kochte. Sind solche Zahlungen ein Skandal? Oder schlichte Notwendigkeit, damit Firmen wie die UBS ihre Top-Kader halten können? Die Grossbank jedenfalls beharrte trotz Staatshilfe auf einer autonomen Gehaltspolitik und löste damit eine politische Kontroverse aus.

Abzockerei oder gerechter Lohn?
In anderen Industriezweigen erhitzen grosszügige Entschädigungen ebenfalls die Gemüter. «Eine faire Gewinnbeteiligung» nennen die Manager ihre Saläre. Die Arbeitnehmenden sehen es als unverschämte Abzockerei. Managerlöhne in Millionenhöhe gefährden zunehmend den sozialen Frieden in der Schweiz, argumentiert die Linke. Denn Normalverdienende erhalten wenig oder gar keine Lohnerhöhungen.

Debatte um Boni-Steuern
Bis heute konnte sich die Politik zu keiner neuen Regelung bezüglich der Lohn- und Boniexzesse durchringen: Im Rahmen der Diskussion um den UBS-Staatsvertrag hat das Parlament über striktere Regeln für Banken sowie Boni-Steuern debattiert. Das Parlament hat die Anträge aber abgeschmettert. Die Volksinitiative «gegen die Abzockerei» wird vom Parlament seit über drei Jahren zwischen Stände- und Nationalrat hin- und hergereicht und damit blockiert. Auch Gegenvorschläge zur Initiative, die Boni-Steuern vorsehen würden, scheinen bei der Parlamentsmehrheit chancenlos zu sein.

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