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Wirtschaft

Dossier: Armut in der Schweiz

Publiziert 11. August 2009, 12:54 Uhr, Aktualisiert 30. März 2012, 10:51 Uhr

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt. Trotzdem: Fast zehn Prozent der Bevölkerung gilt als arm. Tendenz steigend. Die Kluft zwischen Top-Verdienern und tieferen Einkommens-Schichten wird immer grösser. weiterlesen

Armut ist relativ
Das Bundesamt für Statistik definiert Armut als «ressourcenbedingte Unmöglichkeit, das Leben so zu gestalten, wie es die Erwartungen und Werte der Gesellschaft voraussetzen». Armut in der Schweiz heisst damit fast immer auch soziale Ausgrenzung. Die Armutsgrenze wird von der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) festgesetzt. 2009 lag sie für Alleinstehende bei 2200 Franken monatlich, für allein erziehende Frauen mit zwei Kindern bei 3800 Franken, für ein Ehepaar mit zwei Kindern bei 4600 Franken.

Armutsquote liegt bei neun Prozent
Neuste Statistiken zur Armutsquote stammen aus dem Jahr 2007. Damals lebten fast neun Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung unter der Armutsgrenze – rund 380‘000 Personen. Gut die Hälfte von ihnen ist arbeitslos oder nicht erwerbstätig. Die andere Hälfte dagegen gilt als «Working Poor»: Sie arbeiten zwar – doch ihr Lohn reicht nicht, um die eigene Existenz zu sichern.

Arm trotz Arbeit
«Working Poor» sind häufig Alleinerziehende, kinderreiche Familien oder AusländerInnen. Im schlechtesten Fall haben sie weniger Geld zur Verfügung als Sozialhilfe-Empfänger. Für sie ist jede unvorhersehbare Ausgabe wie ein kaputter Kühlschrank, steigende Preise für Arzneien, Energie oder Busbillette eine Katastrophe.

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