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Wirtschaft

Dossier: Altersvorsorge zerstört?

Publiziert 07. April 2009, 10:35 Uhr, Aktualisiert 24. November 2012, 14:22 Uhr

Wegen der Finanzkrise zitterten viele Schweizerinnen und Schweizer um ihre hart erarbeitete Altersvorsorge. Die grossen Anlageverluste an den Börsen vernichteten viel Geld der Pensionskassen und führten zur Frage: ist unsere Altersvorsorge noch sicher? Und welche politischen Schritte sind nötig, um auch die Pensionskassengelder künftiger Generationen zu sichern? weiterlesen

Unterdeckung bei den Pensionskassen
Frisst die Finanzkrise unsere Renten? Nach massiven Anlageverlusten wiesen Anfang 2009 gut drei Viertel der Schweizer Pensionskassen eine Unterdeckung auf. Auch der AHV-Fonds litt unter schlechten Anlageresultaten. Kommt dazu die Überalterung der Bevölkerung, scheint die Situation so bedrohlich, dass Experten bereits vor einem «Grounding» der ersten Säule warnen.

Drei-Säulen-Prinzip
Die Schweizer Altersvorsorge basiert auf dem Drei-Säulen-Prinzip, das 1972 in die Verfassung aufgenommen wurde: Für die Leistungen der ersten Säule ist die ganze Bevölkerung obligatorisch versichert. Dazu gehört neben der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) auch die Invalidenversicherung (IV). Von der zweiten Säule – den Pensionskassen – profitiert nur die berufstätige Bevölkerung. Und als dritte Säule steht die freiwillige private Vorsorge.

Ohne dritte Säule sinkt der Lebensstandard
Eine durchschnittliche AHV-Rente betrug 2006 um die 1'400 Franken. Zusammen mit dem Pensionskassengeld sollen so nach dem Rückzug aus dem Erwerbsleben rund 60 Prozent des letzten Einkommens gesichert werden. Den gewohnten Lebensstandard garantiert folglich nur das freiwillige Sparen in der dritten Säule.

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