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Umwelt

Dossier: Umweltkatastrophen

Publiziert 11. Mai 2010, 16:09 Uhr, Aktualisiert 08. April 2012, 9:19 Uhr

Die Ölpest nach der Explosion der Bohrinsel Deepwater-Horizon zerstörte ganze Lebensräume im Golf von Mexiko. Doch sie ist nur eine von vielen menschengemachter Umweltkatastrophen. Immer wieder sind Industrie-Betriebe für verseuchte Gewässer, Landschaften oder ganze Regionen verantwortlich – nicht selten aus purer Fahrlässigkeit. weiterlesen

Reaktoren, Chemie und Öltanker
Tschernobyl, Bhopal, Exxon Valdez: Drei Namen, die stellvertretend stehen für die grossen Umweltkatastrophen des 20. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu Naturkatastrophen werden Umweltkatastrophen vom Menschen verursacht – sei es durch einen Reaktorunfall wie in Tschernobyl, einen defekten Tank mit hochgiftigen Chemikalien wie im indischen Bhopal oder den leckgeschlagenen Öltanker Exxon Valdez vor der Küste Alaskas.

Der Brand von Schweizerhalle
Die Schweiz erlebte am 1. November 1986 ihre bisher schlimmste Umweltkatastrophe, als in Basel eine Sandoz-Lagerhalle mit 1350 Tonnen Chemikalien in Brand geriet. Menschen kamen keine zu Schaden, doch mit dem Löschwasser gelangten Pestizide und Quecksilber in den Rhein. Ein grosses Fischsterben war die Folge, das auf einer Länge von 400 Kilometern die gesamte Aalpopulation auslöschte.

Grösseres Ökobewusstsein dank Umweltkatastrophen?
Immerhin einen positiven Effekt können Umweltkatastrophen haben: Im Gegensatz zur schleichend fortschreitenden Umweltverschmutzung führen sie den Menschen schlagartig und heftig die Folgen der Naturzerstörung vor Augen und lassen das Umweltbewusstsein wachsen. Der positive Effekt solch einer Katastrophe ist jedoch bei weitem nicht ausreichen. Noch immer gelangt bei einer Ölpest nur ein Bruchteil der Ölmenge ins Wasser, die anderswo alltäglich vom Land aus und über Flüsse ins Meer geleitet wird.

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