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Umwelt

Dossier: Ozonloch

Publiziert 14. Januar 2010, 14:49 Uhr, Aktualisiert 23. Dezember 2010, 12:47 Uhr

In der Nachkriegszeit waren Haarspray und Kühlschrank Symbole des Wirtschafts-Booms. In den 1980er Jahren wurden sie zu Symbolen der Umwelt-Zerstörung. Kein Wunder, denn FCKW-Gase haben die lebensnotwendige Ozonschicht in der Stratosphäre folgeschwer beschädigt. weiterlesen

Horrorvision Ozonloch
Ein Schreckens-Szenario aus den 1980er Jahren: Aggressive Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) lassen die schützende Ozonschicht um die Erde immer mehr verschwinden. UV-Strahlung gelangt ungefiltert auf die Erdoberfläche und schädigt Mensch und Umwelt: Pflanzen wachsen nicht mehr richtig, Ernte-Erträge sinken. Beim Menschen häufen sich Augenschäden und Hautkrebs.

Ein umweltpolitisches Paradestück
Glücklicherweise bewahrheiteten sich die Voraussagen nicht. Im Gegenteil: Der Kampf gegen das Ozonloch wurde zum bisher wohl grössten Erfolg der internationalen Umweltpolitik. Am 16. September 1987 unterzeichneten nämlich in Montreal 24 Staaten ein Abkommen, den Ausstoss von FCKW zu reduzieren. Später wurde der Stoff sogar ganz verboten. Mit Erfolg: Das riesige Ozonloch über der Antarktis wächst seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Bis 2050 soll sich die Ozonschicht sogar ganz erholen.

FCKW frisst Ozon
Das Montreal-Protokoll kam nur kurze Zeit nach der eigentlichen Entdeckung des Ozonlochs 1985 zu Stande. Zu einer Zeit, als der Zusammenhang zwischen FCKW und Ozonabbau noch gar nicht erwiesen war. Heute ist klar: Gelangen Fluorkohlenwasserstoffe aus Spraydosen, Schaumstoffen oder Kühlmitteln in die Stratosphäre, reagieren sie mit dem dort befindlichen Ozon. Ein einziges Chloratom kann dabei Zehntausende Ozonmoleküle zerstören.

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