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Dossier: Gentechnologie Mensch

Publiziert 26. Oktober 2009, 17:14 Uhr, Aktualisiert 02. Februar 2012, 10:40 Uhr

Gentechnologie: Fluch oder Segen? Befürworter hoffen auf rasche Fortschritte im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer. Gegner wollen verhindern, dass Wissenschaftler Manipulationen am menschlichen Erbgut vornehmen. In der Schweiz ist das Klonen von Embryos derzeit verboten, ebenso die Präimplantations-Diagnostik. weiterlesen

Fluch oder Segen?
Gentechnologie bedeutet für die einen Manipulation im Reagenzglas zwecks Zeugung von Design-Babys, für die anderen ist sie Hoffnung auf rasche Fortschritte im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Parkinson oder Alzheimer. Ethische Streitgespräche sind unausweichlich.

Schlüssel des Lebens
Gentechnologie erforscht die Erbinformationen – salopp ausgedrückt sind dies die Grundsteine, auf denen das Leben aufbaut – und sucht nach Methoden zur deren Isolierung. Gespeichert sind diese Informationen in Genen, die auf den fadenförmigen Chromosomen jedes lebenden Wesens vorliegen, auf einer sogenannten Doppelhelix (Doppelspirale) aus DNA (Desoxyribonukleinsäure). In den Labors dieser Welt wird also das Erbgut der Zukunft designt. GentechnologInnen suchen nach Varianten und neuen DNA-Kombinationen, über alle Spezies-Grenzen hinweg. Hierzu ein Vergleich: Das Erbgut des Menschen und dasjenige des Affen unterscheidet sich um 1,3 Prozent.

Klonen verboten
In der Schweiz ist das Klonen von Embryos verboten, ebenso die Präimplantations-Diagnostik. National- und Ständerat wollen jedoch erlauben, dass die im Reagenzglas gezeugte Embryos analysiert und nach Erbkrankheiten untersucht werden können. In den Debatten über die künstliche Befruchtung diskutiert man auch, wie weit Gene patentierbar sind bzw. wie weit Leben patentierbar ist.

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