Technik
Dossier: Airbus A380
Es ist das grösste je erbaute Passagierflugzeug der Welt: der Airbus A380. Der europäische Doppelstöcker hat dem Jumbo-Jet, dem einstigen Stolz der USA, den Rang abgelaufen. Als eine der ersten Städte Europas wird Zürich täglich von einem der Riesenvögel angeflogen. weiterlesen
Triebwerkschaden legt Supervogel lahm
Auf dem Weg von Singapur nach Sydney explodierte Anfang November 2010 das Triebwerk eines Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas. Nur sechs Minuten nach dem Start musste das grösste Passagierflugzeug der Welt zur Notlandung umkehren. Keiner der 459 Menschen an Bord wurde verletzt – doch die Bilder des Vorfalls verunsicherten Passagiere rund um die Welt. Die Maschine war erst zwei Jahre alt. Triebwerkhersteller Rolls-Royce muss nun möglicherweise bis zu 40 Motoren austauschen.
Den A380 gibt es ab 280 Millionen Dollar
Dabei hatte der Gigant der Lüfte von Beginn weg Startschwierigkeiten. Mit fast zwei Jahren Verspätung war der A380 am 25. Oktober 2007 zu seinem ersten Linienflug abgehoben – ebenfalls von Singapur nach Sydney. Das lange Warten tat der Euphorie der Flugpassagiere keinen Abbruch: Für die besten Plätze im historischen, ersten Flug bezahlten sie bis zu 120'000 Franken – und bekamen dafür ein Flugzeug der Superlative geboten: Der Doppelstöcker hat eine Flügelspannweite von 80 Metern, ist 73 Meter lang, 24 Meter hoch und kostet je nach Ausstattung 280 bis 300 Millionen Dollar.
Das Grossraumflugzeug ist ein europäisches Projekt
Frankreich, Deutschland, Grossbritannien und Spanien unterstützten das Projekt mit Milliardenkrediten: Grossbritannien lieferte die Tragflächen und Spanien das Heck. Der Zusammenbau erfolgte im französischen Toulouse, die Inneneinrichtung plus Lackierung im Airbus-Werk in Hamburg. Probleme bei der Kabelverlegung führten zu Lieferschwierigkeiten, die das Unternehmen Airbus in eine finanzielle Krise stürzten. Insgesamt sind bisher 37 Maschinen vom Typ A380 in Betrieb, 234 weitere sind bestellt.



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