Sport
Dossier: Olympia 2012 – der Mega-Event in der Weltstadt
Das Sportfest der Superlative in London ist Vergangenheit. In den Tagen während des Sportevents und Monate zuvor war die Metropole im Olympiafieber. Diskussionen um das drohende Verkehrschaos, Doping und horrende Sicherheitskosten erregten die Gemüter. Doch für die Sportler ging es nur um eins: den Kampf um die Goldmedaille und neue Weltrekorde. weiterlesen
Die Spiele können Beginnen
«Wir sind bereit, die Welt zu empfangen», freute sich Londons Bürgermeister Boris Johnson bei der Eröffnung des Aquatics Centre im Olympia Park London – und dies bereits ein Jahr vor der Eröffnung der Spiele. Die Wassersport-Halle war das letzte von sechs Gebäuden, die extra für die Olympischen Spiele erbaut wurden. Doch nicht nur wegen der Effizienz, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit sollten Londons Olympische Spiele in die Geschichtsbücher eingehen.

London 2012 – die Austragungsorte
302 Wettbewerbe in 26 Sportarten werden bei den Olympischen Spielen 2012 ausgetragen. Die Olympic Zone, die River Zone und die Central Zone sind die drei Hauptaustragungsorte von London 2012. Daneben gibt es auch einige Sportanlagen ausserhalb der Stadt. Für die offzielle Übersichtskarte hier klicken.
Olympia als Impulsgeber
Insbesondere der noch wenig entwickelte und zum Teil brach liegende Osten Londons sollte durch den Grossanlass Impulse erhalten: So wurde dank des Baus des Olympia Parks aus der maroden Industriegegend ein begrüntes Naherholungsgebiet geworden. Die Behörden rechneten zudem damit, dass drei Viertel der Investitionen für die Olympiade der Entwicklung des Londoner East Ends zu Gute kommen. Ob die Rechnung aufgeht?
Zwei Drittel billiger als Peking
Auch die Folgekosten des Sport-Events wollte die Stadt so gering wie möglich halten: Stadien, Sportstätten und selbst das Medienzentrum sollen später umgebaut, verkleinert und weitergenutzt werden. Auf der Kostenseite konnten die Organisatoren bereits Positives vermelden: Vom rund 13 Milliarden Franken schweren Budget könnte sogar Geld übrig bleiben. Zum Vergleich: Peking pumpte 2008 mehr als 30 Milliarden Franken in den Grossanlass.
Die Kehrseite der Medaille
Doch machten sich im Vorfeld auch kritische Stimmen breit. Seit Jahren mussten die Londoner aufgrund der bevorstehenden Spielen mehr Baulärm und zusätzlichen Verkehr ertragen. Strecken der Untergrundbahn blieben wegen Ausbauarbeiten geschlossen. Die Terrorgefahr war in der von Anschlägen immer wieder gebeutelten Stadt ein weiteres heikles Thema: Enorme Polizeipräsenz, unzählige Überwachungskameras und enorme Sicherheitskosten sorgten für Diskussionsstoff.
London gegen Paris
London, Paris, Madrid, Moskau, New York, Havanna, Istanbul, Leipzig und Rio de Janeiro – sie alle wollten die Gastgeber der Olympiade 2012 werden. Nach einer Vorauswahl des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) blieben nur noch die Grossstädte Madrid, Moskau, New York, London und Paris unter den Finalisten. Und zu guter Letzt kam es im Juli 2005 zum Showdown zwischen den Ur-Feinden Grossbritannien und Frankreich: Angeblich soll der damalige französische Präsident Jacques Chirac kurz vor der Wahl des IOCs abschätzige, gar beleidigende Äusserungen über die englische, schottische und finnische Küche gemacht haben. Gemäss zahlreicher Medienberichten hätten diese Äusserung Paris den Todesstoss gegeben.
Olympische Zahlen
• 17 Tage lang, vom 27. Juli 2012 bis zum 12. August 2012, dauern die Spiele.
• 200 Gebäude mussten dem 2,5 Quadratkilometer grossen Olympia Park weichen.
• 302 Entscheidungen in 39 Disziplinen werden ausgetragen.
• 2012 wird London nach 1908 und 1948 als erste Stadt zum dritten Mal Olympia-Gastgeberin.
• 80‘000 Zuschauer finden im grossen Olympia Stadion Platz.
• 250‘000 Zuschauer werden während der Spiele im Olympia Park täglich erwartet.
• 10‘000‘000 zusätzliche Touristen erhofft sich London durch das Grossereingnis.


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