Sport
Dossier: Extremsport – Sommer
Canyoning, Base- und Bungee-Jumping, River Rafting – diese Sportarten sorgen für den ganz grossen Nerven-Kitzel. Allerdings braucht es dazu auch eine Portion Risikofreude. Denn das Spiel mit den Naturgewalten und Naturgesetzen birgt viele Gefahren. Immer wieder verlieren Menschen im Adrenalin-Rausch ihr Leben. weiterlesen
Immer höher, immer weiter, immer schneller
Die Abenteurer von gestern sind die Extremsportler von heute. Sie verlangen sich alles ab – sowohl physisch wie psychisch. Sie wollen aus dem Alltag ausbrechen, den Körper spüren und an ihre Grenzen stossen. Sie sind Adrenalinjunkies und brauchen deshalb immer neue und stärkere Reize. Das Spiel mit dem Leben ist ihre ständige Droge. Sie sind überzeugt, dass sie das Risiko richtig einschätzen.
Tödliche Risiken
In Tat und Wahrheit jedoch treibt der Drang nach dem ultimativen Kick immer wieder Menschen in den Tod. Im Sommer 1999 starben 21 Personen in der Saxetschlucht bei Wilderswil bei einem Canyoning-Unfall. Über Ostern 2006 prallten zwei Basejumper an eine Felswand oberhalb von Lauterbrunnen und stürzten zu Tode. Ende Mai 2006 riss bei einem Pendelspringer das Seil, er stürzte von einer Brücke bei Brig 80 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. Dennoch wurde der Sprung als cooles Video weiter gereicht – Extremsportler stehen gerne im Rampenlicht und lieben die Bewunderung. Solche Aufnahmen setzen jedoch die Einstiegsschwelle gerade bei Jugendlichen herunter, der Nachahmeffekt tritt ein.
Kein Verbot möglich
Nach jedem tödlichen Unfall werden Stimmen laut, die ein Extremsportarten-Verbot fordern. Dies ist juristisch nicht möglich: Jeder hat das Recht, sein Leben aufs Spiel zu setzen.



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