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Sport

Dossier: Alpinismus

Publiziert 27. März 2009, 8:24 Uhr, Aktualisiert 05. Juli 2012, 8:35 Uhr

Es ist der Schweizer Volkssport schlechthin: Auf Berge klettern, die höchsten Gipfel erklimmen und die Weiten der Alpen zu Fuss entdecken. Der Alpinismus ist hierzulande aber erst vor rund 200 Jahren populär geworden. Und nicht die Eidgenossen haben die Wonnen des Schweizer Hochgebirges entdeckt, sondern englische Abenteurer. weiterlesen

Bergsteigen verboten
Ob Eigernordwand oder Matterhorn: Die Schweizer Alpen sind ein Eldorado für Bergsteiger und Kletterer. Dem war nicht immer so. Bis ins 14. Jahrhundert wurden hier Bergbesteigungen bestraft – aus Furcht vor bösen Geistern. Noch 1619 berichten Quellen von einem Drachen, der in einer Höhle am Pilatus hause.

Der erste Bergsteiger-Club der Welt
Im 18. Jahrhundert entdeckten Maler und Dichter die Alpen als Hort der Schönheit. Furcht verwandelte sich in Faszination. Englische Gentlemen machten das Bergsteigen zum Herrensport, eine Erstbesteigung reihte sich an die nächste: 1811 Jungfrau, 1850 Piz Bernina, 1865 Matterhorn. 1857 entstand mit dem «Alpine Club» die erste Bergsteigervereinigung der Welt – gegründet in London notabene.

Klettern im Trend
Führten erst Jäger und Hirten die Bergsteiger in die Höhen, übernahm der 1863 gegründete Schweizer Alpenclub (SAC) bald die Ausbildung professioneller Bergführer. Heute ist der Alpinismus ein fester Bestandteil der Schweizer Tourismusbranche: immer schneller, höher und riskanter führen die Routen ans Ziel. Allein am Matterhorn – dem Markenzeichen der Schweizer Bergwelt – brechen an Spitzentagen bis zu 140 Bergsteiger in Richtung Gipfel auf. Entsprechend steigt die Zahl der Menschenleben, die das Abenteuer in den Alpen fordert.

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