Schweiz
Dossier: Rauchverbot
Soll der Staat die Bevölkerung per Gesetz vor dem lebensbedrohlichen blauen Dunst schützen? Oder ist jeder selber für seine Gesundheit verantwortlich? Die Schweizer Stimmbürger entschieden sich klar für Ersteres. Dennoch birgt das Rauchverbot noch immer viel Zündstoff. weiterlesen
Krebsgefahr für Passivraucher
Rauchen schadet. Tabakrauch besteht aus mehr als 4000 verschiedenen Substanzen – 40 davon sind Krebs erregend. Das macht auch Passivrauchern zu schaffen. Bei regelmässiger und starker Belastung – zum Beispiel für die Angestellten im Gastgewerbe – verdoppelt sich das Lungenkrebs-Risiko. So sterben in der Schweiz jedes Jahr geschätzte 260 Nichtraucherinnen und Nichtraucher an den Folgen von Passivrauch.
Bevölkerung mehrheitlich für Verbot
Auf Bundesebene gilt deshalb seit 1. Mai 2010 das Gesetz zum Schutz vor Passivrauch. Es verbietet das Qualmen in öffentlichen Räumen und am Arbeitsplatz. Nur in abgetrennten Fumoirs, im Freien und in den eigenen vier Wänden darf noch am Glimmstengel gezogen werden. In 15 Kantonen galten schon vor Einführung des Gesetzes teils noch schärfere Rauchverbote. Diese haben gemäss Bundesbeschluss auch weiterhin Gültigkeit.
Diskussion geht weiter
Für die Lungen- und die Krebsliga der Schweiz geht die heutige Regelung zu wenig weit. Im Mai 2009 haben sie die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» lanciert, die ein noch restriktiveres Rauchverbot vorsieht. Die Gegner, mehrheitlich Gastronomen, machen ebenfalls mobil: Die Interessensgemeinschaft «Freie Schweizer Wirte» will mit ihrer Initiative «Für ein liberales Rauchergesetz» sämtliche bisher geltende Rauchverbote aufheben.


Flugzeugabstürze
Sterbehilfe
Brustkrebs
Schokolade – bittersüsse Sünde
Elektrosmog und Handystrahlung
Glücksspiele

