Schweiz
Dossier: DEZA – Schweizer Hilfe für eine bessere Welt
Armutsbekämpfung – seit einem halben Jahrhundert ist dies das erklärte Ziel der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Doch werden die Herausforderungen immer komplexer: Nothilfe in Krisengebieten, Direkthilfe im Bildungs- und Gesundheitsbereich oder die Kooperation mit multilateralen Organisationen gehören heute zu den Aufgaben der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). weiterlesen
Globale Mitverantwortung
Rund eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser – eine soziale und politische Zeitbombe. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hat deshalb Vertreter betroffener Staaten im Nahen Osten an einen Tisch gebracht. Das Ziel: ein gemeinsamer Dialog über die Wasserverteilung. Derartige Vermittlungsbestrebungen zur Lösung drängender internationaler Probleme werden für die DEZA immer wichtiger.
Schweizer Know-how für Entwicklungsländer
Die Geburtsstunde der Schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit liegt inzwischen 50 Jahre zurück: 1961 gründet der Bundesrat den «Dienst für technische Hilfe». Daraus ist 1996 die DEZA entstanden. Im Fokus stand anfänglich das Weitergeben von technischem Wissen an Länder der Dritten Welt. Damals wie heute galt für die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit das Credo: Hilfe zur Selbsthilfe. Doch sind die Lösungsansätze seither bedeutend vielschichtiger geworden.
Ein komplexer Grossbetrieb
Heute koordinieren im In- und Ausland rund 600 DEZA-Mitarbeiter in vier operationellen Bereichen die Entwicklungspolitik des Bundes. Die «Regionale Zusammenarbeit» steuert die bilaterale Kooperation mit Ländern im Mittleren Osten, Afrika, Asien und Südamerika. Die «Globale Zusammenarbeit» arbeitet hauptsächlich mit multilateralen Organisationen wie der Uno und der Weltbank zusammen. Sie leistet Lösungsbeiträge zu globalen Herausforderungen, zum Beispiel in Klima- und Ernährungsfragen. Bei Naturkatastrophen und in Konflikt-Ländern kommt die «Humanitäre Hilfe» als Lebensretterin zum Einsatz. Grosse Bedeutung kommt auch der «Ostzusammenarbeit» zu. Sie unterstützt demokratische und marktwirtschaftliche Reformen im Westbalkan und der ehemaligen Sowjetunion.
50 Jahre Schweizer Entwicklungszusammenarbeit
| 1945: Verschiedene Hilfswerke schliessen sich zur «Schweizer Spende», die heute «Swissaid» heisst, zusammen. |
| 1950: Die Schweiz sendet erste Ingenieure in Länder Asiens und Lateinamerikas. |
| 1960: Der Bundesrat schafft den «Dienst für technische Hilfe» |
| 1961: Der Dienst für technische Hilfe heisst nun «Dienst für technische Zusammenarbeit» (DftZ). |
| 1968: Eröffnung des ersten Schweizer Kooperationsbüros in Indien |
| 1973: Das Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) wir gegründet. |
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1976: Das DftZ wird mit der «Sektion für Katastrophenhilfe und internationale Hilfswerke» zusammengelegt und in «Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und |
| 1990: Die Schweiz beginnt sich in Osteuropa zu engagieren. Das «Büro für die Zusammenarbeit mit Osteuropa» wird gegründet. |
| 1995: Das «Büro für die Zusammenarbeit mit Osteuropa» (BZO) wird in die DEH integriert. Neu heisst das Amt «Direktion für Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und technische Zusammenarbeit mit Zentral- und Osteuropa» (DEHZO). |
| 1996 bis heute: Die DEHZO wird in «Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit» (DEZA) umbenannt. |


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