Inhalt

Schweiz

Dossier: Armee in der Krise

Publiziert 18. September 2008, 14:19 Uhr, Aktualisiert 02. Mai 2012, 10:31 Uhr

Die Hiobsbotschaften rund um die Schweizer Armee scheinen kein Ende zu finden: Planungsfehler und Materialschäden, tödliche Unfälle und Personalprobleme plagen die Truppe, die laut ihrem Chef, Bundesrat Ueli Maurer, doch die «beste Armee der Welt» sein sollte. Welche Aufgaben soll und kann die Schweizer Armee in Zeiten der Globalisierung erfüllen? weiterlesen

Eine Panne jagt die nächste
Die «beste Armee der Welt» versprach Verteidigungsminister Ueli Maurer seinem Land beim Amtsantritt. Sein Wunsch blieb bis jetzt unerfüllt. Stattdessen sorgen gravierende Planungsfehler, unzufriedene Ausbilder und Rekrutenmangel für Schlagzeilen. Kurz: Die Armee steckt noch immer in der Krise.

Massive Verkleinerung der Armee
Das Schweizer Militär hat keine Feinde mehr – ihre grösste Bedrohung ist heute die eigene Sinnkrise. Mit der letzten Armeereform reduzierte sich der aktive Truppenbestand von 360'000 auf 120'000 Personen. Damit veränderten sich die Aufgaben Armee. Im Mittelpunkt steht nicht mehr der Schutz des Vaterlands vor feindlichen Truppen, sondern die Abwehr terroristischer Anschläge.

Ungewisse Zukunft
Mit der Truppenreduktion bekamen Kritiker Aufwind. Sie stellen seit langem die allgemeine Wehrpflicht in Frage, ebenso zivile Einsätze wie etwa den Botschaftsschutz. Die Armee sei unorganisiert und veraltet, lautet ihr Vorwurf. Eine Reihe von Militärunfällen sorgten zusätzlich für Kritik. Nach Jahren der Reformen, Sparpläne und Führungskrisen herrscht über die Zukunft der Armee allgemeine Unklarheit und Unstimmigkeit.

zuklappen

Dossier bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 3
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Mehrwert