International
Dossier: Nukleare Bedrohung
Der Kalte Krieg ist seit 20 Jahren zu Ende. Doch Atomwaffen stellen noch immer eine Bedrohung dar. Neun Länder sind im Besitz von atomaren Sprengköpfen. Und trotz der internationalen Tendenz zur Abrüstung entstehen immer neue Atommächte. Auch das Regime in Iran wird verdächtigt, nukleare Waffen zu bauen. weiterlesen
Immer mehr Atommächte
Sie alle besitzen Atomwaffen: Die USA, Russland, Grossbritannien, Frankreich, China, Israel, Indien und Pakistan, Nordkorea. Doch während sich die fünf erstgenannten mit der Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags zur Abrüstung verpflichtet haben, wächst die Zahl der Länder mit Kernwaffen. Nordkorea gibt 2011 zu, Atomwaffen bauen zu wollen. Iran wird dessen verdächtigt. Das bekräftigt der neueste Report der Internationalen Atomaufsichtsbehörde (IAEA).
Eine Welt ohne Kernwaffen
Barack Obama formulierte deshalb in seiner Prager Rede vom April 2009 das Ziel des «Global Zero» – einer atomwaffenfreien Welt. 2010 lädt der US-Präsident zu einem Gipfel zur Atomsicherheit ein. 50 Staatschefs beschliessen hier vor allem eine bessere Kontrolle über das weltweit vorhandene spaltbare Material. Sie wollen verhindern, dass Terroristen in den Besitz von Atomwaffen gelangen.
Kein Ende abzusehen
Schon während des Kalten Krieges gab es mehrere Abrüstungs-Initiativen. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts folgten weitere Abkommen. Ein völliger Verzicht auf Atomwaffen blieb aber aus. Die USA verfügen noch über rund 11'400 Atomsprengköpfe, in Russland sind es sogar 14'000. Die nukleare Bedrohung bleibt bestehen.
Der Atomwaffensperrvertrag
Der internationale Vertrag verbietet die Verbreitung von Atomwaffen und verpflichtet zur Abrüstung. Gleichzeitig beinhaltet er das Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie.
Razifiziert haben den Vertrag die fünf Atommächte USA, Russland, Grossbritannien, Frankreich und China, sowie weitere 190 Staaten ohne Kernwaffen.
Nicht razifiziert haben: Israel, Indien, Pakistan, Nordkorea
Die Schweiz hat den Vertrag am 27. November 1969 unterschrieben.

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