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International

Dossier: Mafia

Publiziert 24. Juli 2009, 14:42 Uhr, Aktualisiert 26. Oktober 2012, 6:54 Uhr

Trotz gross angelegten Razzien ist es der italienischen Regierung bisher nicht gelungen, die Mafia in ihrem Land zu stoppen. Noch immer dominieren sie ganze Gebiete des Landes, haben Einfluss auf politische Stellen und gehen ihren kriminellen Machenschaften schier ungestört nach. weiterlesen

Idealisierte Verbrecher
Cosa Nostra, ’Ndrangheta oder Camorra – die italienische Mafia hat viele Namen und sorgt für ebenso viele Mythen: Bis heute werden Mafiosi wie Salvatore Giuliano in Sizilien als Helden verehrt. Spielfilme wie «Der Pate» haben das ihre dazu beigetragen, das Bild des Mafioso zu idealisieren.

Drogen, Waffen, Müll
Die Realität sieht anders aus: In Italien hat die Mafia nach wie vor viele Gebiete fest in ihrer Hand. Längst operieren Organisationen wie die kalabresische ’Ndrangheta oder die neapolitanische Camorra in ganz Europa. Sie machen ihr Geld mit Drogenhandel, Produktpiraterie und Waffenhandel, aber auch illegale Müllentsorgung und Schutzgelderpressung gehören zum lukrativen Geschäft.

Brutale Morde
Im Kampf gegen Italiens organisiertes Verbrechen schimmert immer wieder Hoffnung durch: So bekam Palermo 1989 mit Leoluca Orlando endlich einen Bürgermeister, der etwas gegen die Mafia unternehmen wollte. Die Staatsanwälte Giovanni Falcone und Paolo Borsellino führten damals die ersten erfolgreichen Grossprozesse gegen die Cosa Nostra. Beide wurden 1992 brutal ermordet – die Hoffnung auf eine Befreiung vom Joch der Mafia starb mit ihnen. Bis heute ist Italiens Regierung nicht fähig oder willens, die Mafia langfristig zurückzudrängen.

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