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International

Dossier: Gaza und Westjordanland

Publiziert 06. Januar 2010, 14:45 Uhr, Aktualisiert 14. Dezember 2011, 10:07 Uhr

Zusammen mit dem Westjordanland bildet der Gazastreifen die palästinensischen Autonomiegebiete mit rund vier Millionen Einwohnern. Seit dem Abzug israelischer Siedler 2005 hat sich die wirtschaftliche Lage des Gazastreifens verschlechtert. Israel kontrolliert faktisch die Grenzen – und erntet dafür internationale Kritik. weiterlesen

Sturm auf Schiffe mit Hilfsgütern
Im Morgengrauen des 31. Mai 2010 haben israelische Soldaten einen Schiffskonvoi geentert, der mit 10‘000 Tonnen Hilfsgütern und rund 700 propalästinensischen Aktivisten den Gazastreifen ansteuerte. Dabei kamen mindestens neun Aktivisten ums Leben. Die brutale Durchsetzung der Gaza-Blockade wird breit verurteilt. Die USA erklärten sich tief besorgt über die Entwicklung, übten aber auch Zweifel an dem Vorgehen der Aktivisten. Es gebe bessere Wege, humanitäre Güter an der Gaza-Küste anzuliefern, hiess es aus der US-Botschaft.

Israel erleidet Imageschaden
Der Imageschaden für Israel ist gross. Mit dieser Aktion haben die Israeli erneut die Aufmerksamkeit auf die Folgen ihrer Belagerung des Gazastreifens gelenkt. Ob dies den Druck auf die israelische Regierung verstärkt, die Grenzen zum Streifen zu öffnen, wird sich zeigen. Der Gazastreifen erlebte zuletzt von Dezember 2008 bis Januar 2009 die massivste Militäroffensive Israels seit dem Sechs-Tage-Krieg. Als Reaktion auf die Raketenangriffe militanter Palästinenser zerstörte Israel mit Luftschlägen zahlreiche Ziele im Gazastreifen.

Gazastreifen in der Hand von Hamas
Der Gazastreifen ist seit 2005 – nach 38 Jahren Besetzung – in palästinensischer Hand. Er unterliegt der Kontrolle der radikal-islamischen Hamas und bildet zusammen mit den von der Fatah verwalteten Gebieten des Westjordanlands die palästinensischen Autonomiegebiete mit rund vier Millionen Einwohnern.

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