Natur
Dossier: Wölfe in der Schweiz
Der Jäger wird zum Gejagten: Politiker wollen den Status des Wolfs von «streng geschützt» auf «geschützt» herabsetzen und damit dessen Abschuss erleichtern. Artenschützer sind empört, Landwirte und Schafzüchter erleichtert. Die Ansiedlung des Wolfes hat in der Schweiz schon seit jeher für Zündstoff gesorgt. weiterlesen
Schafzüchter fürchten um ihre Herden
Der Wolf wandert wieder vermehrt aus Frankreich oder Italien in die Schweizer Alpen ein. Interessenkonflikte zwischen Tierschützer, Schafzüchter und Jäger sind die Folgen, da die Wölfe heimische Nutztiere – vor allem Schafe – angreifen. Da viele Schafzüchter ihre Schafe nicht schützen können oder wollen, kann es zu Angriffen von Wölfen auf ungeschützte Herden mit zum Teil erheblichen Verlusten kommen.
Der Wolf darf geschossen werden
Gemäss der heute gültigen Regelung des Bundes können die Kantone Wölfe, die innerhalb von vier Monaten 35 oder in einem Monat 25 Nutztiere reissen, zum Abschuss freigeben. Deshalb wurden im Wallis bereits mehrere Tiere gejagt und getötet - dies, obwohl der Wolf seit 1988 nach nationalem Gesetz und internationalen Abkommen (Berner Konvention) zu den streng geschützten Tieren zählt. Die Schafzüchter sind aber nach wie vor nicht zufrieden: Sie fordern eine noch freiere Abschussregelung im Schadensfall.
Gemeinsame Suche nach Lösungen
Behörden und Forscher suchen nun gemeinsam mit Umweltverbänden und einigen Züchtern nach Lösungen wie beispielsweise das nächtliche Einhegen der Herden oder die Präsenz von Schutzhunden. Auch viele Jäger wehren sich gegen den Wolf, da sie sich durch das Raubtier konkurrenziert fühlen: Meister Isegrim jagt ihre Hirsche und Rehe.




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