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Natur

Dossier: Wald – Ressource, Erholungsraum, Politikum

Publiziert 14. Februar 2011, 10:30 Uhr, Aktualisiert 27. September 2012, 11:05 Uhr

Im Jahr des Waldes 2011 spalten Fichten, Tannen und Co. die Gemüter: Mit der Revision des Waldgesetzes will der Bund dem anhaltenden Wachstum der Waldfläche entgegenwirken. Neu soll die Rodung nur dort kompensiert werden, wo sie erfolgt. Das freut die Waldwirtschaft, Bauern dagegen fürchten um das Kulturland. weiterlesen

Ressource und Erholungsraum
Die Schweiz ist zu rund einem Drittel mit Wald bewachsen. Fichten, Tannen, Föhren und weitere Bäume bilden einen wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der Wald liefert Holz, bietet Schutz vor Naturgefahren und dient als Freizeitraum. In einem vergleichsweise kleinen Land wie der Schweiz, wo nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Waldfläche stetig wächst, entstehen aber unweigerlich Nutzungskonflikte. So ist das Jahr des Waldes 2011, das die Uno initiiert hat, auch waldpolitisch befrachtet.

Bund will Verwaldung bremsen
Mit einer Revision des Waldgesetzes möchte der Bund dem anhaltenden Wachstum der Waldfläche in den Alpen, Voralpen und im Jura begegnen, wo sie binnen zehn Jahren um die Fläche des Kantons Glarus zunahm. So soll die Rodung von Waldflächen neu nur noch in jenen Gegenden kompensiert werden, in denen sie erfolgt. Die Waldwirtschaft begrüsst eine solche Flexibilisierung. Denn gerade im Mittelland, wo der Landhunger enorm ist, ist sie existentiell herausgefordert.

Der Wald im Nutzungskonflikt
Viele Bauern dagegen sorgen sich um den Erhalt des Kulturlandes sowie der Ackerflächen und haben einen kritischen Blick auf den Wald geworfen. Sie rütteln an der Pflicht, Ersatz für Rodungen zu leisten – auch zum Verdruss der Umweltschutzorganisation Pro Natura, die sich für eine Stärkung des Waldflächenschutzes einsetzt. Der Wald bietet Raum für Erholung – ist zugleich aber ein kontroverses Politikum.

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