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Medien

Dossier: Medienlandschaft Schweiz

Publiziert 19. Juni 2009, 9:45 Uhr, Aktualisiert 15. Mai 2012, 11:15 Uhr

Die Internet-Revolution hat den Schweizer Medienmarkt erreicht: Online-Nachrichten machen den klassischen Tageszeitungen die Leser streitig. Youtube und Internet-TV sind für das Fernsehen zur grossen Konkurrenz geworden. Und die Radio-Sender wetteifern mit Podcasts und der Musik aus dem Netz. weiterlesen

Prägend für unser Weltbild
«Alles, was wir über unsere Gesellschaft [...] wissen, wissen wir durch die Massenmedien», schreibt der deutsche Soziologe Niklas Luhmann (1996). Sicher ist, dass die Medien unsere Sicht auf die Welt entscheidend prägen. Und dass freie Meinungsbildung eine vielfältige Medienlandschaft voraussetzt, die unterschiedlichste Standpunkte und Perspektiven vermittelt.

Zeitungen kämpfen ums Überleben
Schon bei der Gründung des Bundesstaates 1848 wird die Pressefreiheit in der Verfassung verankert. In der Folge entwickelt sich eine bunte Zeitungslandschaft. Erst über 100 Jahre später setzt ein Blättersterben ein: Viele Lokal- und Regionalzeitungen scheitern im Kampf um Werbeeinnahmen. Die «Meinungspresse» – Zeitungen, die sich einer bestimmten politischen Richtung verpflichten – trifft es besonders hart. Heute kämpfen sogar Traditionstitel ums Überleben – nur Gratiszeitungen florieren.

Internet konkurrenziert traditionelle Medien
Dafür gewinnen Radio und Fernsehen an Bedeutung. In der Schweiz macht das gebührenfinanzierte SRG-Monopol in den 1980er Jahren einem Mischsystem Platz, in dem sich – zumindest auf lokaler Ebene – auch private Radio- und TV-Anbieter behaupten. Weitreichende Folgen hat der Siegeszug des Internets: Das junge Medium ist geschaffen für die schnelle Informationsübermittlung und eine starke Konkurrenz für traditionelle Newsmedien. Einigen Beobachtern gelten selbst die Gratisblätter als blosse Vorläufer der elektronischen Zeitung.

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