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Medien

Dossier: Games und Gewalt

Publiziert 05. November 2009, 12:30 Uhr, Aktualisiert 27. Dezember 2010, 14:25 Uhr

Gewalttätige Computerspiele werden schnell zum Sündenbock, wenn es um Jugend und Gewalt geht. Aber selbst Experten sind sich über den tatsächlichen Einfluss solcher Spiele uneinig: Führen brutale Computergames tatsächlich zu Gewalttaten im richtigen Leben? Oder bauen sie im Gegenteil Aggressionen ab und wirken geradezu kathartisch? weiterlesen

Amokläufer spielten Egoshooter
Gewaltgames haben ein gewaltiges Imageproblem. Tatsache ist: Nach dem Massaker an der Columbine High School von Littleton/USA (20.04.1999), dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt/D (26.04.2002) und dem Drama in Emsdetten/D (20.11.2006) fand man bei den jugendlichen Täter zuhause Gewaltspiele, darunter die beliebten Egoshooter.

Fördern Ballergames Gewalt?
Lassen Ballergames jeden, der viel spielt und schiesst, zum potenziellen Amokläufer werden? Kriminologen, Hirnforscher und Pädagogen sind sich bei dieser Frage uneinig. Wissenschaftlich ist der Zusammenhang zwischen Gewalt in Computerspielen und realer Gewalt umstritten. Die einen sind überzeugt, dass die Killerspiele gerade bei labilen Jugendlichen zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft führen. Andere hingegen behaupten, die Games würden höchstens das Seh- und Reaktionsvermögen verbessern, würden zur Entspannung verhelfen und Abwechslung in die tägliche Routine bringen.

Immer realistischer
Fest steht: Brutalität und Zerstörung in allerlei perfiden Versionen sind die zentralen Inhalte dieser Computerspiele. Sie werden immer schneller, härter, ihre virtuelle Gewalt wird immer realistischer. Beim Egoshooter beispielsweise sitzen die SpielerInnen sozusagen im Kopf des Helden und sehen das Spiel mit den Augen des Kombattanten. Der virtuelle Kampf erhält so die Dimension einer naturgetreuen Simulation.

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