Medien
Dossier: Datenschutz im Internet
Alleine auf Facebook sind über 500 Millionen Menschen registriert. Auf anderen Social Networks tummeln sich weitere Millionen von Usern. Die Menge an persönlichen Informationen, die auf dem Internet im Umlauf sind, ist enorm. Die Datenflut kann zum Verlust der Privatsphäre führen. Dies Rückgängig zu machen, ist schwierig. Denn das World Wide Web vergisst nie. weiterlesen
Milliardengeschäft Datenklau
Beispiel «Phishing»: Hier tarnen sich Betrüger als Banken oder Kreditkartenunternehmen, um an vertrauliche Kundendaten zu kommen. Im Jahr 2008 erbeuteten Cyberbanden auf diesem Weg allein in den USA 3,2 Milliarden Dollar. Und auf dem Schwarzmarkt werden Pakete mit unzähligen Personendaten für 100 Franken und mehr gehandelt.
Soziale Netzwerke als Datenreservoir
Doch was Datenschutzverletzungen angeht, haben kriminelle Banden Konkurrenz bekommen: In sozialen Netzwerken wie Facebook machen Benutzer ihre persönlichen Informationen gleich selbst aller Welt zugänglich. Problematisch wird der lockere Umgang mit den eigenen Daten zum Beispiel im Berufsleben: Zwei Drittel aller Personalmanager suchen angeblich vor Bewerbungsgesprächen im Internet gezielt nach Informationen über ihre Kandidaten.
Vorsicht im Umgang mit persönlichen Daten
«Das Internet kennt kein Vergessen», warnt deshalb der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Hanspeter Thür. Seine Verhaltenstipps gelten nicht nur für soziale Netzwerke:
• Personendaten nur vorsichtig bekannt geben, ebenso persönliche Informationen wie etwa die politische Gesinnung.
• Informationen und Fotos nur einem beschränkten Personenkreis freigeben und heikle Inhalte gar nicht erst ins Internet stellen.
• Die Privatsphäre Dritter respektieren und weder deren Personendaten veröffentlichen noch Fotos ihrem Namen zuordnen.
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