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Kultur

Dossier: Techno und Rave

Publiziert 25. Juni 2010, 14:50 Uhr, Aktualisiert 15. August 2011, 11:38 Uhr

In den 90er Jahren war Techno eine avantgardistische Musikbewegung und führte ein Schattendasein. Doch schon bald vermochte sie die Massen zu bewegen. In Zürich tanzen Jahr für Jahr Hunderttausende von Ravern zu Techno-Klängen um das Seebecken. Aus der Subkultur ist ein Millionengeschäft geworden. weiterlesen

Maschinen statt Musiker
«Umz umz umz umz» – In den 1990er Jahren formierte sich in Europa und den USA eine elektronische Musikrichtung, die mit ihren repetitiven Arrangements und der Betonung des 4/4-Takts an Maschinengeräusche erinnerte. Maschinen kamen auch bei der Produktion zum Einsatz: Statt des Schlagzeuges sorgte nun eine Roland TR-808 für den richtigen Beat. Entsprechend technisch der Name des neuen Sounds: Techno.

20 Jahre «Ntz Ntz Ntz»

 1000 Teilnehmer – von der «Tagesschau» sprachlos «Disco-Freaks» genannt. Sieben Love Mobiles, wovon nur eines tatsächlich Musik macht. Eine Polizei ohne Verkehrskonzept, die Öffentlichkeit entzückt von «Love, Peace and Tolerance». Das war sie, die erste Zürcher Street Parade vor 20 Jahren.

Eine Musikrichtung mit unzähligen Sub-Genres
Bereits in den 1960er Jahren hatten Komponisten mit den Möglichkeiten elektronischer Klangerzeugung experimentiert. Später waren die Düsseldorfer Kraftwerk prägend für die weitere Entwicklung der elektronischen Musik (etwa mit dem Album «Mensch-Maschine» von 1978). In den 1990er Jahren wurde «Techno» zum Dachbegriff für die neue Musikrichtung. Rasch bildeten sich unzählige Sub-Genres aus und Ende der 1990er Jahre erreichte das Genre seinen kommerziellen Höhepunkt.

Millionenanlass Street Parade
Wie schnell Techno von der Avantgardebewegung zum Massenphänomen wurde zeigt auch das Beispiel der Zürcher Street Parade: Nahmen an der ersten Ausgabe 1992 an die 2000 Personen teil, waren es 2001 schon eine Million. Raves, Parties und Anlässe wie die Street Parade sind typische Techo-Veranstaltungen. Parade-Mottos wie «Love, Freedom, Tolerance» sollen an Grundwerte der Technoszene erinnern, die sich als friedliche, tolerante und hedonistische Bewegung versteht.

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