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Kultur

Dossier: Schweizer Schriftstellerinnen

Publiziert 13. März 2008, 9:48 Uhr, Aktualisiert 03. Januar 2012, 10:24 Uhr

Annemarie Schwarzenbach, Johanna Spyri oder Milena Moser – sie alle haben die Literaturszene hierzulande geprägt. Allerdings dauerte es lange, bis sich Schweizer Schriftstellerinnen neben ihren männlichen Berufskollegen etablieren konnten. weiterlesen

Zur Literatur berufen
«Machen Sie keine Bücher, setzen Sie Kinder in die Welt!» Der Rat eines männlichen Konkurrenten ist nicht der einzige seiner Art, den die französische Schriftstellerin George Sand (1804-1876) zu hören bekam. Und sie war nicht die einzige Frau, die ein männliches Pseudonym wählte, um Literatur erfolgreich zu ihrem Beruf zu machen. Verschiedene Generationen von Schweizer Autorinnen scheuen sich heutzutage zum Glück nicht mehr, ihre Prosa mit ihrem guten Namen zu unterschreiben – und nicht nur der Erfolg in Bestsellerlisten gibt ihnen recht.

Kontroverse Texte
Schweizer Schriftstellerinnen stehen ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Sie liefern nicht nur erfolgreichen, sondern oft ebenso kontroversen Stoff ab. «Entweder man liebt sie, oder man hasst sie», heisst es etwa über die «Fachfrau fürs Zynische», Sibylle Berg. Auch Überraschungserfolge belebten die Literaturszene: «Das Blütenstaubzimmer» der jungen Autorin Zoë Jenny beherrschte 1997 die Verkaufslisten und wurde in 27 Sprachen übersetzt.

Vielfältige Szene
Von A wie Annemarie Schwarzenbach über Sybille Berg, Milena Moser oder Ruth Schweikert bis zu Z wie Zoë Jenny: Sie alle schreiben Schweizer-, Lebens- und Literaturgeschichte, die so unterschiedlich ist wie die Frauen selbst. Ob hellseherische Kriminalgeschichten von Ingeborg Kaiser oder Fantasy-Bücher der erst 14jährigen Nathalie Marrer – die Schweizer Szene erfreut sich abwechslungsreicher, kritischer und lebendiger Literatur aus weiblicher Perspektive.

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