Historisch
Dossier: US-Präsidentschaftswahl im Rückblick
Wenn in den USA ein neuer Präsident gewählt wird, ist dies nicht nur in den Vereinigten Staaten ein grosses Medien-Spektakel. Auf dem ganzen Erdball fiebern die Menschen mit, wer die Weltmacht in den kommenden vier Jahren anführen wird. weiterlesen
Wichtigstes politisches Ereignis
Wahltag ist immer Dienstag nach dem ersten Montag im November: Dann pilgern die wahlberechtigten US-Bürgerinnen und -Bürger in die Stimmlokale und wählen für die nächsten vier Jahre ihren Präsidenten. Es ist das wichtigste politische Ereignis des Landes – und seit dem Aufstieg der USA zur Weltmacht schaut der Rest der Welt gebannt zu.
23 Republikaner und 15 Demokraten
Erster US-Präsident war George Washington. Sein Status als Parteiloser war 1789 nichts ungewöhnliches. Seit der Gründung der Republikanischen Partei 1856 beschränkten sich die Präsidenten aber auf Vertreter der zwei grossen Parteien: In den 38 Wahlen seit 1856 wurde 23 mal ein Republikaner und 15 mal ein Demokrat erkoren. Bewerber von Drittparteien traten wohl regelmässig an, blieben aber chancenlos (zuletzt der Grüne Ralph Nader im Jahr 2000).
The winner takes it all
Die Wähler bestimmen ihren Favoriten entweder mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel oder indem sie seinen Namen auf einem Touchscreen berühren. Dann gehen die Wählerstimmen nicht direkt an die Kandidaten, sondern werden pro Bundesstaat auf Wahlmänner, sogenannte Elektoren verteilt. Das geschieht fast überall nach dem Majorzverfahren («The winner takes it all»). Durch dieses Prinzip wurde es möglich, dass Al Gore 2000 zwar über 500'000 Volksstimmen mehr erhielt als George W. Bush, die Wahl aber trotzdem verlor.
Seit der Nachkriegszeit verwandelten sich die Wahlen zunehmend in ein medialisiertes Spektakel, geprägt durch massiven Werbe-Einsatz. 2008 beträgt die Gesamtsumme für politische Werbung geschätzte 4,8 Milliarden Dollar.
zuklappen

Britisches Königshaus
Klimawandel
Herzinfarkt
Sonnenenergie
SBB
Schokolade – bittersüsse Sünde


