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Historisch

Dossier: Swissair – vom Höhenflug zur Bruchlandung

Publiziert 29. April 2010, 15:04 Uhr, Aktualisiert 28. November 2011, 11:21 Uhr

Sie war der Stolz der Nation. Über 70 Jahre lang trug die Swissair das Schweizer Kreuz in die ganze Welt. Doch am 2. Oktober 2001 blieben alle Maschinen am Boden. Die Kassen der Airline waren leer. Die Ära des ruhmreichen Unternehmens ging zu Ende. weiterlesen

Grounding: Flugzeuge und Passagiere bleiben am Boden
Am 2. Oktober 2001 steht alles still: «Aus finanziellen Gründen ist die Swissair nicht mehr in der Lage, ihre Flüge auszuführen», verkündete eine Lautsprecherdurchsage im Zürcher Flughafen. Die Maschinen der einst so stolzen Fluglinie bleiben am Boden, gut 19'000 Passagiere in aller Welt sitzen fest.

Die beste Fluggesellschaft der Welt?
Siebzig Jahre lang galt die Swissair als eine der besten – wenn nicht gar als die beste – aller Fluggesellschaften. Von der Gründung 1931 bis zur Liquidation im März 2002 transportierte sie über 260 Millionen Passagiere und flog 135 Flughäfen in 72 Ländern an. Nicht zuletzt weil die Swissair von zentraler Lage aus in der Mitte Europas operierte, konnte sie stark vom internationalen Boom des Luftverkehrs profitieren.

Missglückte «Hunter»-Strategie
In Sachen Zuverlässigkeit, Sicherheit und Qualität galt die nationale Fluggesellschaft der Schweiz als vorbildlich. Dennoch bekam sie in den 80er-Jahren den Druck der Konkurrenz zu spüren, den die Liberalisierung des Flugverkehrs mit sich brachte. Als Antwort darauf schlug das Unternehmen Ende der 90er-Jahre die sogenannte «Hunter»-Strategie ein: Durch Zukäufe kleinerer Airlines sollte eine Luftfahrt-Allianz unter Swissair-Führung entstehen. Doch die kompromisslose Umsetzung dieser risikoreichen Strategie führte schliesslich zum finanziellen Aus für die Swissair.

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