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Gesundheit

Dossier: Kiffen

Publiziert 14. Februar 2011, 11:54 Uhr, Aktualisiert 08. März 2012, 9:23 Uhr

Sollen Konsum, Verkauf und Anbau von Cannabis legalisiert werden? Im November 2008 erteilte das Stimmvolk dem straffreien Hanfkonsum jedenfalls eine deutliche Abfuhr. Gleichwohl hat der Hanfanbau in der Schweiz eine lange Tradition. Vielerorts gehörte die Verarbeitung der Hanffasern noch im 20. Jahrhundert zum Alltag. weiterlesen

Liberalisierung hat keine Chance
«Legalize it, don’t critizise it», sang die Reggae-Legende Peter Tosh. Auch in der Schweiz diskutierte man jahrelang, ob Konsum, Verkauf und Anbau von Cannabis legalisiert werden soll. Bisher vergebens: Im November 2008 erteilte das Stimmvolk dem straffreien Hanfkonsum eine deutliche Abfuhr.

Lange Tradition
Obwohl heute verboten, hat der Hanfanbau in der Schweiz lange Tradition: Seit dem frühen Mittelalter wurden etwa Fischernetze und Seilerwaren aus den wetterfesten, robusten Pflanzenfasern hergestellt. Auf vielen Bauernhöfen gehörte die Verarbeitung der Hanffasern noch im 20. Jahrhundert zum Alltag. Seine Bedeutung als Nutzpflanze hat der Hanf inzwischen verloren. Lukrativ bleibt das Geschäft mit Blüten und Blättern der Pflanze, aus denen sich Marihuana und Haschisch gewinnen lassen.

Konsum hat zugenommen
In der Schweiz gibt es heute geschätzte 500'000 Kiffer. Bei den Jugendlichen hat der Cannabiskonsum in den letzten zwanzig Jahren deutlich zugenommen: 1986 haben rund zehn Prozent der Schweizer Schüler im Alter von 15 Jahren mindestens einmal gekifft, 2006 waren es rund 30 Prozent.

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