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Gesundheit

Dossier: Heroin, Kokain und Ecstasy

Publiziert 03. September 2009, 15:36 Uhr, Aktualisiert 15. Mai 2012, 9:40 Uhr

Die Bilder von der offenen Drogenszene am Zürcher Platzspitz sind vielen noch in Erinnerung. Seit den 1980er Jahren verfolgt die Schweiz eine Drogenpolitik, die auf Repression, Behandlung, Schadensminderung und Prävention beruht. Heute sind hierzulande etwa 30'000 Personen von Heroin und/oder Kokain abhängig. weiterlesen

30'000 Süchtige in der Schweiz
Heroin, Amphetamin, Kokain, Ecstasy, Methadon, Halluzinogene und andere Rauschgifte: Jeder zwanzigste Schweizer hat laut offizieller Gesundheitsbefragung schon einmal harte Drogen genommen. Schätzungsweise 30'000 Personen sind von Heroin und/oder Kokain abhängig.

Prohibition allein bringt nichts
Bis ins 20. Jahrhundert waren der Genuss und Vertrieb von Opiaten und Kokain in der Schweiz legal. Erst in den 1920er Jahren wurden Rauschgiftsüchtige als Problem wahrgenommen und die Gesetzgebung verschärft. Doch spätestens die offene Drogenszene am Zürcher Platzspitz machte klar, dass eine einseitig auf Abstinenz und Prohibition ausgelegte Politik keine Lösung bringt. Seit Ende der 1980er wird deshalb eine pragmatischere Linie verfolgt.

Drogenpolitik ist erfolgreich
Die Schweizer Drogenpolitik beruht heute auf einem Viersäulenprinzip von Repression, Behandlung, Schadensminderung und Prävention. Das Modell findet international grosse Beachtung. Die Erfolge sind spürbar: Das Bundesamt für Gesundheit spricht von einem Rückgang der Beschaffungskriminalität und der Verbesserung der Gesundheit der Abhängigen. Auch die Zahl der Drogentoten ist deutlich zurückgegangen: Starben 1992 noch 419 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums, waren es 2005 nur 211.

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