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Gesundheit

Dossier: Burnout und Depression

Publiziert 08. Juli 2010, 13:29 Uhr, Aktualisiert 17. September 2012, 8:55 Uhr

Jeder fünfte Manager läuft gemäss Bundesamt für Gesundheit Gefahr, an einem Burnout zu erkranken. Auch Lehrer, Pflegepersonal oder Ärzte geraten immer häufiger in diesen Zustand der völligen Erschöpfung. Die zunehmende Zahl betroffener Menschen gibt Anlass zur Sorge. Aber auch andere depressive Erkrankungen nehmen in der Schweiz stark zu. weiterlesen

Jeder fünfte Manager ist gefährdet
Gestresst, müde, entkräftet. Dass derartige Gemütszustände oft weit mehr sind als blosse Trägheit, dessen ist man sich in der Schweiz spätestens seit November 2005 bewusst. Damals musste der frühere FDP-Präsident Rolf Schweiger plötzlich von seinem Amt zurücktreten. Diagnose: Burnout. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schlagen Alarm: Jeder fünfte Manager in der Schweiz ist heute Burnout-gefährdet.

Frust und zu wenig Wertschätzung
Auslöser dieses Erschöpfungs-Zustandes ist meist chronischer Stress am Arbeitsplatz. Oft geht ihm eine idealistische Begeisterung für den Job voraus. Frustrierende Erlebnisse oder ungenügende Wertschätzung können dann zu physischen und psychischen Leistungsschwächen führen. Betroffene verlieren die Lust an ihrer Arbeit und fühlen sich den Anforderungen immer weniger gewachsen.

Immer mehr Schweizer depressiv
Diese Symptome hat der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger erstmals 1974 unter dem Begriff Burnout zusammengefasst. Das Krankheitsbild ist eng mit anderen depressiven Zuständen verwandt und oft nur schwer davon abzugrenzen. Depressionen im Allgemeinen nehmen in der Schweiz rasant zu. Das BAG alarmiert, dass jede vierte Frau und jeder fünfte Mann einmal im Leben daran leidet – und dies mit steigender Tendenz.

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