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Gesellschaft

Dossier: Sieben Todsünden

Publiziert 26. Mai 2010, 10:04 Uhr, Aktualisiert 23. Dezember 2010, 14:35 Uhr

Stolz, Habgier, Neid, Zorn, Wollust, Masslosigkeit und Trägheit sind nach christlicher Wertvorstellung des Mittelalters Todsünden. Auch heute werden diese Eigenschaften noch als verwerflich empfunden – auch wenn sich die Moralvorstellungen seither stark verschoben haben. weiterlesen

Im Feuer schmoren die Wollüstigen
Die Faulen landen in der Schlangengrube, die Wollüstigen schmoren im Feuer und die Stolzen werden aufs Rad geflochten: Mittelalterliche Darstellungen sahen für jede Todsünde ganz spezifische Strafen vor. Im 6. Jahrhundert nach Christus hat Papst Gregor der Grosse die insgesamt sieben Todsünden zum Bestandteil der kirchlichen Morallehre erklärt – und zwar für alle Gläubigen. Seither gehören Stolz, Habgier, Neid, Zorn, Wollust, Masslosigkeit und Trägheit zum Katalog der sündigen Laster.

Die Bedeutung in der heutigen Zeit
Wer eine Todsünde begeht, muss im kirchlichen Sinne mit ewiger Verdammnis rechnen. Natürlich verfallen Menschen dennoch den zahlreichen Versuchungen. Das ist heute nicht anders als im Mittelalter. Die Möglichkeiten aber haben sich freilich verändert. Heutzutage lockt der Sex im Internet. Aus Prestigegründen entstehen riesige Wolkenkratzer. Und habgierige Manager kassieren Millionenboni.

Dennoch braucht es die Todsünden
Das Dossier «Sieben Todsünden» ist den Lastern der heutigen Zeit auf der Spur. Pro Todsünde wurde der Fokus auf ein Phänomen gelegt. Die folgenden Videobeiträge sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Todsünden auch positive Effekte haben können. Zorn beispielsweise kann zu gesellschaftlichen Veränderungen führen. Und aus Trägheit sind schon Erfindungen wie das Rad entstanden, argumentiert die Psychologie.

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