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Gesellschaft

Dossier: Schwule und Lesben

Publiziert 14. April 2009, 15:05 Uhr, Aktualisiert 23. Februar 2012, 10:36 Uhr

Homosexuelle Frauen und Männer sorgen in der Schweiz kaum noch für Aufregung. Gleichgeschlechtliche Paare können sich hierzulande sogar registrieren lassen. Dennoch kämpfen Schwule und Lesben nach wie vor mit grossen Vorurteilen. In vielen Teilen der Welt müssen sie sogar um ihr Leben fürchten. weiterlesen

Grosse Minderheit
Rund 5 bis 10 Prozent aller Männer und Frauen hatten schon gleichgeschlechtlichen Sex. Allerdings: Viele Schwule und Lesben stehen auch im 21. Jahrhundert noch nicht offen zu ihrer Homosexualität, denn sie kämpfen mit gesellschaftlicher Diskriminierung.

Nichts für Homosexuelle: Das Mittelalter
Über alle Kulturen und Epochen hinweg liegt der Anteil homosexueller Menschen vermutlich gleich hoch. Geht es um ihre Akzeptanz, gibt es jedoch grosse Unterschiede. In der Antike und im kaiserlichen China war Homosexualität toleriert. Vom frühen Mittelalter an zählte sie zur «Sodomie» – nicht auf Fortpflanzung ausgerichteter Sex – und galt als nicht gottgewolltes Verhalten. Auch in der Schweiz: Von 1560 bis 1569 wurden allein in Genf sechs Homosexuelle hingerichtet und acht in die Verbannung geschickt.

Mehr Gleichstellung
Seit 1991 sind homo- und heterosexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen (Schutzalter 16) in der Schweiz strafrechtlich gleichgestellt. Prostitution ist legal, auch die «Erregung öffentlichen Ärgernisses» durch Homosexuelle gibt es nicht mehr. Strafbar sind der sexuelle Missbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen und sexuelle Belästigung. 2005 sagten 58 Prozent des Stimmvolks Ja zum neuen Partnerschaftsgesetz, das homosexuellen Paaren eine zivil- und erbrechtlich gesetzlich abgesicherte Partnerschaft erlaubt.

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