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Gesellschaft

Dossier: Schönheitswahn

Publiziert 29. September 2008, 11:40 Uhr, Aktualisiert 17. Oktober 2012, 10:20 Uhr

Eine kleinere Nase, ein strafferes Gesicht, grössere Brüste, ein flacherer Bauch. Die Nachfrage nach Schönheitsoperationen ist gross – und das Angebot der plastischen Chirurgie entsprechend vielfältig. Für den Traum vom perfekten Körper geben Schweizerinnen und Schweizer Jahr für Jahr mehr Geld aus. weiterlesen

Gekaufte Schönheit
«Ein Mistkäfer ist in den Augen seiner Mutter eine Schönheit», sagt ein ägyptisches Sprichwort. Und stellt damit fest: «Schönheit» ist ein höchst abstrakter und relativer Wert. Trotzdem haben immer mehr Schweizerinnen und Schweizer das Gefühl, sie könnten noch besser aussehen: Jährlich geben sie deshalb geschätzte 600 bis 700 Millionen Franken für Schönheitsoperationen aus.

Fett absaugen, Knochen brechen
Am beliebtesten sind Routineoperationen wie Fettabsaugen (ca. 7500 Franken), Bauchstreckenstraffung (ca. 15'000 Franken) und die Brustverkleinerung (ca. 12'000 Franken). Es gibt auch extremere Beispiele: Wer mit seiner Grösse nicht zufrieden ist und gut 120'000 Franken auf dem Bankkonto hat, kann sich bis zu 20 Zentimeter strecken lassen. Dazu müssen Ober- und Unterschenkel gebrochen werden und in einem langwierigen und schmerzhaften Prozess in neuer Grösse zusammenwachsen.

Unnötige Eingriffe
Schönheitsoperationen sind ein Eingriff in einen eigentlich gesunden Körper. Es sind die Aufgaben des Chirurgen, vor möglichen Risiken zu warnen und zu prüfen, ob beim Patienten eine gestörte Selbstwahrnehmung vorliegt.

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