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Gesellschaft

Dossier: Raser

Publiziert 04. November 2011, 10:39 Uhr, Aktualisiert 28. März 2012, 9:09 Uhr

Jedes Jahr verlieren Hunderte von Menschen auf Schweizer Strassen ihr Leben. Oft sind Raser an den Unfällen beteiligt. Ohne Rücksicht auf Verlust leben sie ihren Temporausch aus – welche Konsequenzen ihr Rasen haben kann, scheint den wenigsten bewusst. weiterlesen

Trauriger Temporausch
Über 1000 Schwerverletzte und rund 150 Tote jedes Jahr. Das ist gemäss der Strassenopfer-Stiftung «Roadcross» die traurige Raser-Bilanz der Schweiz. Nicht selten Unbeteiligte zu Opfern des Temporausches. Doch trotz Präventions-Arbeit und schockierender Bilder völlig zerstörter Autos sind hartgesottene Raser kaum zu bremsen.

Nur milde Strafen
Denn mit Höchststrafen von drei Jahren Haft kommen selbst die skrupellosesten Geschwindigkeits-Sünder glimpflich davon. Dies soll sich nun ändern. Der Bundesrat will das Rasen in Zukunft härter bestrafen und das Strafmass für fahrlässige Tötung und schwere Körperverletzung auf bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug erhöhen. Auch «Roadcross» will mit einer Volksinitiative den Todesrasern an den Kragen.

Längere Haftstrafen und lebenslänglicher Fahrausweis-Entzug
Wer in einer 30er-Zoner mit Tempo 70, innerorts mit 100, ausserorts mit 140 und auf Autobahnen mit 200 Stundenkilometern unterwegs ist, gilt gemäss Initiativtext als Raser. Dafür droht die Initiative mit bis zu vier Jahre Gefängnis und lebenslänglichem Fahrausweis-Entzug. Bei Todesfällen sollen gar noch härtere Strafen zur Anwendung kommen. Das Anliegen wird von Politikern aus allen Parteilagern unterstützt.

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