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Gesellschaft

Dossier: Prostitution

Publiziert 27. März 2009, 8:34 Uhr, Aktualisiert 30. März 2012, 10:52 Uhr

Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt. Trotzdem können auch heute noch die wenigsten Sexarbeiterinnen zu ihrem Beruf stehen. Alleine in der Schweiz arbeiten an die 15'000 Prostituierte. Einige von ihnen werden von brutalen Zuhältern ausgebeutet und erleben Gewalt, Zwang und Erniedrigung. weiterlesen

15'000 Prostituierte in der Schweiz
Ihre Dienste sind gefragt: 70 Prozent der männlichen Bevölkerung in der Schweiz hatten in ihrem Leben schon Kontakt mit Prostituierten. Die Sex-Branche floriert, der jährliche Umsatz liegt bei rund 3,5 Milliarden Franken. An die 15'000 Frauen arbeiten als Prostituierte – allein in der Stadt Zürich sind es über 4'000.

Sexarbeit ist legal
Freiwillig ausgeübte Prostitution – auch Sexarbeit genannt – ist in der Schweiz seit 1942 legal. Seit 1992 wird auch Kuppelei und Zuhälterei nicht mehr bestraft. Prostituierte sind als Gewerbetreibende anerkannt und entrichten Beiträge an die Sozialversicherung. Allerdings: Der Dirnenlohn gilt nach wie vor als sittenwidrig. Bleibt ein Freier sein Geld schuldig, kann der Lohn nicht eingefordert werden.

Frauenhandel blüht
Strafbar bleibt die Förderung der Prostitution, wenn Zwang eingesetzt oder eine Abhängigkeit ausgenutzt wird – etwa im Fall des Menschenhandels. Mit der «Ware Frau» machen Einzelhändler, Agenturen oder kriminelle Organisationen (Mafia) ähnlich hohe Gewinne wie im Drogen- und Waffengeschäft. Jedes Jahr werden in Europa eine halbe Million meist sehr junge Frauen aus verarmten Weltregionen in die Prostitution gezwungen. Bis zu 3000 von ihnen landen in der Schweiz (alle Zahlenangaben sind Schätzungen).

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