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Gesellschaft

Dossier: Autobahn

Publiziert 21. September 2010, 13:56 Uhr, Aktualisiert 21. September 2012, 11:01 Uhr

Im Jahr 1958 entschlossen die Schweizer Stimmbürger den Bau eines Umfassenden Autobahn-Netzes. Heute bilden die Schweizer Nationalstrasse das dichteste Autobahnnetz der Welt und lassen Genf und St. Gallen näher aneinanderrücken. Doch die Autobahnen sorgen nicht nur für Freude: Lärm, Stau und Umweltverschmutzung sind nur ein paar Stichworte zu Problemen, die sich der Verkehrspolitik seit Jahren stellen. weiterlesen

Rasante Entwicklung
Die Schweizer Nationalstrassen erstrecken sich über 1765 Kilometer. Sie bilden das dichteste Autobahnnetz der Welt. Tägliches Pendeln zwischen Zürich und Bern oder ein Kurztrip ins Tessin ist heute eine Selbstverständlichkeit. Doch begann der Traum der unbegrenzten Mobilität hierzulande erst Anfang der 60er Jahre.

Blechlawinen auf Schweizer Strassen
Ende der 1950er Jahre wurde der Verkehr auf Schweizer Strassen zum Problem. Immer mehr Menschen konnten sich in Folge des Wirtschaft-Booms der Nachkriegszeit ein eigenes Auto leisten. Staus gehörten zur Tagesordnung, das bisherige Strassen-System war der Blechlawine nicht gewachsen. Der Ruf nach Autobahnen wurde immer lauter. 1958 stimmte die Schweizer Bevölkerung mit 85 Prozent für den Bau eines umfassenden Nationalstrassen-Netzes.

Opposition gegen die Autobahn
Als Bundesrat Hans-Peter Tschudi das erste heute noch bestehende Autobahnteilstück zwischen Lausanne und Genf am 7. April 1964 eröffnete, herrschte im Land eine regelrechte Strassenbau-Euphorie. Erst in den 70er Jahren entstand Opposition gegen weitere Ausbaupläne. Lärm- und Umweltschutzfragen traten nun in den Vordergrund. Seither steht die Bevölkerung neuen Autobahnen kritisch gegenüber. Dennoch konnten weitere Grossprojekte wie der Gotthard-Strassentunnel oder die Autobahn A4 realisiert werden, die das Gesicht der modernen Schweiz massgeblich prägen.

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